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Gründe für eine Projektteilnahme
 psychisch erkrankter Eltern


 

Warum wünschen Sie sich einen Paten für Ihr Kind? Was glauben Sie, kann
eine Patenschaft bei Ihnen und Ihrem Kind bewirken? Das sind Fragen, die wir
Eltern stellen, die sich in unserem Angebot um einen Paten für ihr Kind bewerben.
Folgende Motive und Hoffnungen, die mit einer Patenschaft verbunden sind, wurden uns beispielsweise genannt:

„Mein Kind soll nicht leiden und meine Stimmungsschwankungen abbekommen, wenn ich meine depressiven Tage habe. In meinen akuten Phasen, sollte eine Vertrauensperson für es da sein.“

„Meine Kinder können mit ihrem Paten schöne Dinge erleben und dieser soll als Ansprechpartner für sie da sein. Ich erlebe Entlastung und die Kinder finden einen Ausgleich, da meine Tochter viel Verantwortung im Haushalt und für mich übernimmt.“

„Meine Familie stammt aus dem Ausland. Daher habe ich keine Verwandten vor Ort, die mich unterstützten könnten. Außerdem möchte ich den Kreis an Menschen erweitern, die meinen Söhnen Geborgenheit geben können. Zwischen mir und den Paten soll ein familiärer Kontakt entstehen. Andere Sichtweisen empfinde ich als Bereicherung. Auch hoffe ich, dass ich durch die Paten entlastet werde.“

„Mein Kind soll noch eine andere Bezugsperson und Regelmäßigkeit haben. Wenn es mir nicht gut geht, soll mein Kind beim Paten untergebracht werden können.“

„Eine Patenschaft könnte verhindern, dass in meinen akuten Krankheitsphasen mein Kind immer wieder bei wechselnden Familien untergebracht wird. Auch die Großeltern des Kindes würden sich dann nicht mehr einmischen.“

„Eine Patenschaft kann ein Vater- und Großelternersatz sein. Es ist wichtig, dass mein Kind einen gesunden Menschen um sich herum hat.“

„Im Notfall soll mein Kind nicht auf sich allein gestellt sein und einen Ansprechpartner haben. Auch sonst soll es die Möglichkeit haben, etwas für sich zutun.“

„Ich wünsche mir mehr als eine Person für mein Kind, denn es sind dann mehr Ideen da und eine Verlässlichkeit für mein Kind wäre garantiert.“

„Die Kinder haben durch eine Patenschaft einen geregelten Tagesablauf. Sie erfahren Kontinuität und müssen nicht getrennt werden. Die Kinder bekommen von der Krankheit nicht soviel mit und es herrscht mehr Harmonie.“

„Meine Kinder können Probleme bei ihrem Paten ansprechen und ihre Verantwortung abgeben. Sie können andere Menschen, Lebensgewohnheiten und Meinungen kennen lernen.“

„Mein Kind könnte durch kontinuierliche Zuwendung psychisch stabil werden.“

„Ich habe ein ruhiges Gewissen, wenn die Kinder gut aufgehoben sind und spielen und lachen können.“

„Ich werde im Alltag entlastet und habe meinen Kindern gegenüber dadurch weniger Schuldgefühle.“

„In der Zeit, in der die Kinder beim Paten sind, kann ich den Fokus auf mich richten, was nicht Aufgabe des Paten ist. Auch habe ich durch eine Patenschaft weniger Stress, denn ich bin nicht alleine mit dem Kind.“

 
"Im Notfall soll mein Kind
nicht auf sich allein
gestellt sein und einen
Ansprechpartner haben."
schubweise depressive
Mutter einer 7jährigen
Tochter
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